Change to Site in English Language

Sicherheitstechnik Dresden

Panzerriegel

Der einfachste Weg, um eine Wohnung vor einem Einbruch zu schützen, ist der Einbau eines Panzerriegels. In den meisten Fällen können Einbrecher eine Wohnungstür innerhalb weniger Sekunden mit einem Brecheisen öffnen. Hierbei machen sie sich den Umstand zu Nutze, dass gewöhnliche Wohnungstüren und deren Rahmen aus Holz sind. Das Schloss ist zwar aus solidem Metall, der Metallriegel ist jedoch nur wenige Zentimeter breit und kann dadurch relativ einfach aus dem Holz des Türrahmens herausgehebelt werden.

Panzerriegel Innenansicht Dresden
Eingebauter Panzerriegel (Innenansicht)

Durch den Einbau eines Panzerriegels wird die Tür genau an dieser sensiblen Stelle verstärkt: Ein Panzerriegel ist üblicherweise aus Metall, 10 x 10 cm stark und genauso breit, wie die zu schützende Tür. Er wird an der Innenseite der Tür verbaut. Zusätzlich wird links und rechts von der Tür jeweils eine Buchse im Mauerwerk verbaut.

Bei geschlossener Tür kann der Panzerriegel dann von außen über ein Schloss verriegelt werden. Beim Verriegeln werden die Enden des Metalls nach außen verschoben und rasten in die Buchsen links und rechts ein. Somit ist es nicht mehr möglich, die Tür mit einem Brecheisen aufzuhebeln. Stattdesssen müsste ein Einbrecher das Holz der Tür aufsägen oder aufflexen, um in die Wohnung zu gelangen (hierfür müsste er ober- oder unterhalb des Panzerriegels ansetzen).

Die meisten Einbrecher werden jedoch vor solchen Methoden zurückschrecken. Zudem ist bereits von der Türaußenseite aus erkennbar ist, dass die Tür durch einen Panzerriegel gesichert ist. Dies hat abschreckende Wirkung und sorgt dafür, dass sich potentielle Einbrecher lieber einer anderen, nicht so gut gesicherten Wohnung, zuwenden werden.

Sicherheitsfenster

Vor allem in Einfamilienhäusern und Erdgeschosswohnungen gelangen Einbrecher in den meisten Fällen nicht durch die Eingangstür, sondern durch Fenster und Terrassentüren ins Innere.

Sicherheitsfenster mit Schloss
Sicherheitsfenster mit Schloss

Diese können sehr einfach aufgehebelt werden und stellen für Einbrecher leicht zu überwindende Hindernisse dar. Aus diesem Grund empfiehlt sich der Einbau von Sicherheitsfenstern.

Der Begriff „Sicherheitsfenster“ bezieht sich dabei in erster Linie auf den Fensterrahmen. Beim Schließen eines solchen Fensters rasten pilzköpfige Zapfen, die sich am Rahmen rund um das Fenster befinden, in den Außenrahmen (der sich im Mauerwerk befindet) ein. Somit kann das Fenster nur noch sehr schwer bzw. gar nicht mehr von außen aufgehebelt werden.

Wichtig ist hierbei, dass man beim Verlassen des Hauses bzw. der Wohnung das Fenster immer schließt und nicht gekippt lässt.

Zusätzlich zur eben beschriebenen Pilzkopfverriegelung verfügen Sicherheitsfenster meist über ein Schloss am Fenstergriff. Dieses befindet sich auf einem kleinen Knopf, der meist aus Metall besteht. Bei geschlossenem Fenster drückt man diesen Metallknopf in den Fenstergriff hinein und verriegelt dadurch das Schloss.

Sicherheitsfenster geschlossen und offen
Schloss verriegelt (links) und geöffnet (rechts)
Nun kann der Fenstergriff nicht mehr bewegt und das Fenster somit nicht mehr geöffnet werden. So soll verhindert werden, dass Einbrecher von außen ein Loch ins Fensterglas schneiden bzw. werfen und anschließend von außen die Tür über den Fenstergriff öffnen.

Bei einem blockierten Fenstergriff müsste ein Einbrecher nun das gesamte Fenster zerstören und durch den Rahmen hindurch nach innen klettern. Dies ist jedoch sehr riskant, da hierdurch einerseits die Aufmerksamkeit anderer Menschen erregt wird und für den Einbrecher zudem das Verletzungsrisiko durch Glassplitter steigt.

Mithilfe des Schlüssels kann das Schloss am Fenstergriff jederzeit wieder geöffnet werden (der Schlüssel sollte anschließend gleich wieder abgezogen werden).

Buntbartschlösser

Buntbartschloss mit Schlüssel
Buntbartschloss mit Schlüssel

Der Klassiker unter den Schlössern innerhalb einer Wohnung oder eines Hauses sind Buntbartschlösser. Buntbartschlösser sind Einsteckschlösser, in denen kein zusätzlicher Schließzylinder verbaut ist. Stattdessen ist das Schloss direkt im Einsteckschloss verbaut und kann durch einen meist sehr großen Schlüssel ohne Zackenprofil (Buntbartschlüssel) geöffnet und verschlossen werden.

Dies hat sowohl Vor- als auch Nachteile: Zu den Vorteilen zählt, dass dieser Schlosstyp sehr günstig in der Anschaffung ist. Darüber hinaus sind Buntbartschlösser sehr leicht einzubauen. Die Einfachheit dieses Schlosstyps ist dabei Vor- und Nachteil zugleich: verliert man den zu einem Buntbartschloss gehörenden Schlüssel, kann man die Tür durch einen gewöhnlichen Generalschlüssel (Dietrich) binnen Sekunden öffnen. Dietriche sind bereits für 5 bis 10 Euro erhältlich. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass sich jedermann (also auch ein Einbrecher) einen Dietrich besorgen kann, um die Tür (spurlos) zu öffnen. Aus diesem Grund werden Buntbartschlösser meist nur an Hausinnentüren verbaut. Von einem Einbau in eine Außentür wird deshalb grundsätzlich abgeraten. Bereits der Einbau in eine Garagentür kann dazu führen, dass Einbrecher sehr leichtes Spiel haben.

Bei Außentüren sollten grundsätzlich Zylinderschlösser verwendet werden. Eine weitere Alternative stellen sogenannte Chubbschlösser dar. Von außen sehen diese Schlösser erst einmal wie gewöhnliche Buntbartschlösser aus. Die zu verwendenden Schlüssel haben jedoch am Ende des Bartes einige Zacken. Ein großer Vorteil der Chubbschlösser (die im übrigen auch als tosische Schlösser bezeichnet werden) besteht darin, dass diese mit einem gewöhnlichen Dietrich nicht geöffnet werden können.

Fahrradschlösser

Fahrradparkhäuser bieten sichere Stellplätze
Fahrradparkhäuser bieten sichere Stellplätze.

In den letzten Jahren ist die Zahl der Fahrraddiebstähle auch in Dresden wieder gestiegen. Vor allem preisintensive E-Bikes als auch teure Rennräder und Mountainbikes geraten dabei verstärkt ins Visier von Dieben. Um sein Fahrrad gegen Diebstahl zu schützen, solle man sich zunächst Gedanken machen, bei welchen Gelegenheiten es überhaupt zu einem Fahrraddiebstahl kommen könnte.

Die meiste Zeit der Woche stehen Fahrräder im Ein- oder Mehrfamilienhaus bzw. in einer Garage. Ist der Raum, in dem das Fahrrad steht, mit guter Sicherheitstechnik ausgestattet, hat man bereits sehr gute Vorkehrungen getroffen. Bei Mehrfamilienhäusern schaffen Panzerriegel an der Eingangtür der Wohnung sehr gute Sicherheit. In Einfamilienhäusern bzw. bei Wohnungen, die sich im Erdgeschoss befinden, können zudem Sicherheitsfenster die Wahrscheinlichkeit eines Einbruches verringern.

Fahrräder, die im Keller abgestellt sind, sind jedoch einem erhöhten Diebstahlrisiko ausgesetzt. Die meisten Kellerräume in Mehrfamilienhäusern sind nur unzureichend gesichert. Für versierte Diebe ist es deshalb sehr einfach, die Zugangstür zu den Kellerräumen mit einem Brecheisen aufzuhebeln. Kellereinbrüche finden häufig in der tiefen Nacht statt, sodass niemand im Haus etwas davon mitbekommt. Bei hochpreisigen Fahrrädern ab 1.000 Euro empfiehlt es sich deshalb, diese entweder innerhalb der Wohnung abzustellen oder eine Diebstahlversicherung abzuschließen.

Wie schützt man sein Fahrrad außerhalb des eigenen Zuhauses?

Auch hier empfiehlt es sich, zunächst ein paar grundlegende Gedanken zu machen. Beherzigen Sie stets folgende Tipps:

Fahrräder mit billigem und teurem Schloss Schloss
Vorn: ein unzureichend gesichertes Fahrrad, hinten: ein Fahrrad mit solidem Kettenschloss.

Für den Kauf eines Fahrradschlosses gibt es die sogenannte 10-Prozent-Regel. Diese besagt, dass das Schloss eines Fahrrades in etwa 10 Prozent des Fahrradwertes kosten sollte.

Als grobe Orientierung eignet sich diese Regel sehr gut. Es gibt jedoch zwei Ausnahmefälle: